DAS WICHTIGSTE ZUERST

1. Wir müssen schließen!

- da die Landesmittel bereits seit 2 Jahren nicht mehr ausreichten, um einem Berater eine angemessene Vergütung zu zahlen, ja nicht einmal den Mindestlohn,

- da seit nunmehr zwei Jahren auf unsere Klage beim Verwaltungsgericht keine Reaktion erfolgte,

- da auch die Corona-Soforthilfe aufgebraucht ist,

- da durch Corona auch die Anwaltseinnahmen unseres Stellenleiters zurück gingen, so dass er den Verein durch Spenden in der benötigten Höhe nicht mehr unterstützen kann und

 

- da unser Stellenleiter wegen all dieser Probleme schwer erkrankt ist.

 

Wir nehmen ab sofort keine neuen Beratungsfälle mehr an, werden aber die bereits angenommenen noch soweit es möglich ist zum Abschluss bringen.

Wir haben gerne geholfen, aber ohne die von uns benötigte Hilfe und Unterstützung sind wir leider dazu nicht mehr in der Lage. Wir danken für Ihr langjähriges Vertrauen.

 

2. Das Insolvenzverfahren wurde auf 3 Jahre verkürzt

Das Gute zuerst: Es sind daran keine Bedingungen mehr geknüpft worden (keine 35% Schulden mehr an die Gläubiger, keine zwingende Zahlung der Verfahrenskosten). Die Regelung gilt für Verbraucher und Selbständige.

Es gibt aber ein paar Wehrmutstropfen:

Die Regelung soll vorläufig bis 30.06.2025 befristet werden, um zu sehen, wie sich die Insolvenzschuldner verhalten. 

  • Es wird in § 295 InsO eine zusätzliche neue Obliegenheit für den Schuldner eingeführt: keine unangemessenen Verbindlichkeiten i.S.d. § 290 I Nr. 4 InsO zu begründen.
  • Prüfung dieser neuen Obliegenheitsverletzung und Versagung der Restschuldbefreiung auch von Amts wegen, wenn gleichzeitig die Befriedigungsinteressen der Insolvenzgläubiger beeinträchtigt sind!
    Bisher braucht es für die Versagung der RSB den Antrag eines Insolvenzgläubigers.
  • Gewinne aus einer Lotterie oder aus Gewinnspielen sind nun auch in der Wohlverhaltensphase an den Treuhänder herauszugeben. (Na ja, das kommt nicht so ganz unerwartet.)
  • Wer in einem nach dem 1.10.2020 eingereichten Verfahren nach drei Jahren die RSB erhalten hat, für den gilt eine 11-jährige Sperrfrist für ein neues Verfahren und dieses neue Verfahren hat dann eine Abtretungsfrist von 5 Jahren.

Aktuell bitte  bis dahin keine Verfahren mehr einreichen! Der Unterschied bei der Laufzeit ist so groß, dass es eigentlich keine Gründe geben kann, die das rechtfertigen. Ausnahme: Wenn man damit rechnet, dass der Schuldner im Insolvenzverfahren wieder Schulden macht. Dann sollte man den Antrag sowieso gar nicht stellen (Alle Betreuer bitte beachten!). Aber unbedingt jetzt schon das Schuldenbereinigungsverfahren mit uns machen!

 

Hilfe bekommt, wer den Mut hat zu fragen

Finanzielles Chaos und keine Idee mehr?  Suchen Sie einen Weg, um aus den Schulden herauszukommen! Hier berät Sie ein Jurist im Rahmen der sozialen Schuldnerberatung. Wir zeigen Ihnen Möglichkeiten, sich mit den Gläubigern zu einigen, wie man Ruhe vor der Zwangsvollstreckung bekommt und wie man über ein Insolvenzverfahren zum Erlass offener Schulden gelangt (Restschuldbefreiung). Wir arbeiten für Sie kostenlos, wenn das Land Niedersachsen aufkommt oder Sie einen Beratungsschein vom JobCenter (Region Hannover) oder  eine Kostenzusage vom Sozialamt erhalten können und  mit Einschränkungen, wenn Sie Schulden aus früherer Selbständigkeit haben. Ohne eine Kostenübernahme müssen wir unsere Arbeit nach dem Rechtsdienstleistungsgesetz berechnen.

Wichtige Änderung: Wegen der derzeit miserablen Bezahlung seitens des Landes Niedersachsen können wir derzeit leider keine kostenfreien Wiederholungen des Schuldenbereinigungsverfahrens mehr anbieten.

Land Niedersachsen hungert Schuldnerberatungsstellen aus!

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Was Sie brauchen:

Bringen Sie zu Ihrem Termin eine Aufstellung Ihrer monatlichen Ausgaben und Einnahmen mit, Unterlagen von allen Gläubigern (1 Anschreiben von jedem genügt) sowie Ihre aktuellen Einkommensnachweise (z.B. die beiden letzten Gehaltsabrechnungen, den aktuellen Leistungsbescheid). Sollten Sie nicht mehr von allen Gläubigern Unterlagen haben, helfen wir bei einer kostenlosen Selbstanfrage bei der SCHUFA.

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